Bergrettung im digitalen Zeitalter - Neue digitale Konzepte.

Wir zeigen Ihnen, wie Bergrettung im digitalen Zeitalter aussehen kann, um Menschenleben zu retten.

Und noch ein anderer Blick auf digitale Innovationen von Heinz Beutler, der sowohl Senior Principal Consultant bei Namics, als auch Rettungschef Schwägalp/Säntis, Alpine Rettung Schweiz.

Benötigt jemand Rettung, so greift man heutzutage zum Smartphone. Das funktioniert aber nur bei Empfang, genügend Batterieladung und solange die Person zum Smartphone greifen kann. Anhand einer realen Vermisstmeldung am Säntis schildert Heinz die Herausforderungen in der Natur. Das Wetter zum Zeitpunkt der Meldung damals, war ähnlich wie heute mit viel Neuschnee und Schneeverfrachtungen sowie Temperaturen von minus 15 Grad.

Digitale Bergrettung mithilfe des Smartphones

Nach Definition des Rettungsgebietes wurde sowohl terrestrisch mit Hunden wie auch aus der Luft nach Recco/LVS Signalen, mittels Wärmebild und mit Hilfe eines IMSI-Catchers (Einbuchen des Smartphones bei einer simulierten Zelle) gesucht. Herausforderung bei einer solchen Suche ist die Einfachheit der Lösung (insb. auch unter Stress) und die Aggregation der Daten. Zu viel geschieht heute noch fehleranfällig und ineffizient von Hand – hier setzt die digitale Transformation in der Rettung an.

Innerhalb von Namics wurde — in der Folge in Zusammenarbeit mit der Hochschule Rapperswil — der oben geschilderte Prozess analysiert, verbessert und eine Anwendung entwickelt, die einige der Herausforderungen adressier.

Eine Serveranwendung konsolidiert dabei Daten einer auf dem Smartphone installierten Tracking-Anwendung, plus die eines Portals, welches von der Einsatzleitung genutzt wird, und Daten von autonom fliegenden Drohnen. Insbesondere beim Einsatz der Drohnen galt es aufgrund des steilen Höhenmodells und der Windbedingungen im Rahmen des Projektes zahlreiche Herausforderungen zu lösen.

Beispiel für Hilfen bei der Bergrettung durch Drohnen

Zum Abschluss zeigt Heinz auf, wie stark die Rettung von Berggängern vereinfacht werden könnte und wie stark sie da auch im Vergleich zu anderen Anwendungen hinterherhinkt. Damit zeigt dieses Beispiel, wie viel Potential zur Digitalisierung in der Rettung besteht und womit sich Namics auch noch beschäftigt.