Die Stillen und die Bemühten – Teil 3.

So sieht das E-Mail Marketing der Stillen und BemĂĽhten zu Zeiten von COVID-19 aus.

Email Marketing

In Teil eins und zwei der Blogreihe haben wir Ihnen bereits einen Einblick in das E-Mail Marketing während der Corona-Krise gegeben und Ihnen die Kommunikationsgewinner dieser Zeit vorgestellt. In diesem Teil möchten wir auf die Stillen und die Bemühten zu Zeiten von COVID-19 eingehen. Wir fassen diese beiden zusammen, da sie einen schönen Gegensatz zueinander bilden. Die einen tun plötzlich und die anderen plötzlich nicht mehr. Doch fangen wir von vorne an...

Die Stillen.

Hierzu müssen wir auch etwas weiter ausholen: Die Covid-19 Pandemie hatte ihren Anfang ja bekanntlich als Epidemie in China und führte dort zu einem Lockdown im Januar 2020. Es ist ebenso bekannt, dass China ein starker Wirtschaftspartner Europas ist und viele Branchen von chinesischen Zulieferern abhängig sind… Allen voran unsere Stillen: Die Automobilbranche. Von keinem der von uns abonnierten Autokonzerne haben wir zwischen dem 1. März und dem 24. März einen Newsletter erhalten. Das lies uns stutzig werden und die ein oder andere Mutmassung ableiten: 

  1. Vermutlich hat die Automobilbranche durch den Ausbruch in China als eine der ersten die Auswirkungen von Covid-19 zu spĂĽren bekommen.
  2. Vermutlich konnte die Automobilbranche daraus ableiten, dass sich dieses Virus relativ schnell von einer Epidemie zu einer Pandemie ausbreiten wĂĽrde.
  3. Vermutlich wusste die Automobilbranche schon vor vielen anderen, was die wirtschaftlichen Folgen dieser Krise sein wĂĽrden.

 

Dies sind nur Mutmassungen unsererseits, die allerdings zu einer essentiellen Frage führen: Warum reisst der Kontakt zum Konsumenten komplett ab? 

Eine Antwort hierauf haben wir nicht. Denn egal, wie die Kampagnenplanung fĂĽr das Jahr aussah, sie muss flexibel bleiben und der Kontakt zum Kunden darf nicht einreissen!.

Die BemĂĽhten.

Für diese Gruppe haben wir zwei prägnante Beispiele ausgewählt: Kärcher und Saturn. Saturn steht hier stellvertretend für mehrere Elektrofachmärkte, die alle die gleiche mehr oder weniger misslungene Strategie gefahren sind.

Beginnen wir mit Kärcher: Das Unternehmen sendet unregelmässig Newsletter raus, teilweise über mehrere Wochen keinen einzigen. Vom 1. März bis 19. März hören wir nichts von ihnen, in der Zeit davor bekommen wir einen Newsletter. Aber dann am 19. den hier:

Newsletter Headline

Plötzlich scheint die Era Kärchers gekommen. Der Newsletter dient lediglich als Themenspecial zum Coronavirus und gibt Tipps und Empfehlungen zum richtigen Händewaschen. Über einen CTA gelangt man auf die Landingpage mit detaillierten Inhalten und Cross-Selling-Teasern, die alle “desinfizierenden”, “keimfreien” und “hygienischen” Produkte sowie deren Ergebnisse der Firma Kärcher anbieten.

Saturn hingegen versendet regelmässig Angebots-Newsletter, etwa so wie die Lebensmitteleinzelhändler, erkennt aber als einer der ersten am 14. März (zur Erinnerung: am 13. März kam die Anweisung der Geschäftsleitung, dass wir ins Home Office wechseln müssen), dass sich die Bedürfnisse der Konsumenten wohl ändern werden und schickt folgenden Newsletter raus:

Newsletter Screenshot

Leider wurde für diesen Newsletter lediglich das Intro angepasst, denn die Angebote für Fernseher, Kühlschränke, Handys und Laptops entsprechen jetzt nicht unbedingt den erwarteten Gadgets, die man unter Umständen für die Einrichtung eines Home Offices braucht.

Wir haben diese Unternehmen die Bemühten genannt, weil sie die Situation richtig eingeschätzt haben und den Envelop Content ihrer Newsletter auch entsprechend angepasst, die Chance aber letztendlich nicht genutzt haben, Profit aus den veränderten Lebensumständen ihrer Kunden zu schlagen. Stattdessen entsprechen die folgenden Kommunikationen wieder dem Standard Mailingverhalten der Unternehmen.

Unser Expertentipp fĂĽr Sie:

Passen Sie Ihre Newsletter auch inhaltlich der Situation an und nutzen Sie die Chancen, die die Corona-Krise für Ihr Unternehmen mitbringen. Bleiben Sie präsent und rufen Sie Ihre Kunden regelmässig zum Abonnieren Ihrer Newsletter auf.

Im nächsten und letzten Beitrag dieser Blogreihe werden wir euch noch die Kommunikationsverlierer dieser Pandemie vorstellen. Bis dahin…

… Stay tuned! Stay safe!

Eure Caro