Onboarding @Home: Das NGage Remote

Zwei intensive Tage voller Information, Interaktion und Inspiration rund um Namics.

Sabrina im Home Office

Normalerweise gibt es für das Onboarding bei Namics eine zweiteilige Einführungsphase, die aus Events vor Ort in Frankfurt bzw. in St. Gallen bestehen. Gerade über den zweiten Teil an unserem Schweizer Hauptsitz habe ich von meinen Kollegen im Vorfeld schon viel Tolles gehört: “Die Slots sind sehr interaktiv”, “Super für den internen Austausch mit Kollegen aller Standorte”, “Ich werde die Abendveranstaltung nie vergessen” oder “Die Dachterrasse in St. Gallen ist der Hammer!”. Klar, war ich dementsprechend gespannt auf das Onboarding-Event. Doch dann kam alles anders… 

Durch die Kontakt- und Reisebeschränkungen findet das Event nicht in gewohnter Form statt, sondern aus dem Homeoffice. Keine Reise. Kein persönliches Treffen. Und keine Dachterrasse! Ich bin schon etwas enttäuscht, aber vor allem auch gespannt, was uns erwartet. Als Digitalagentur sind wir zwar das remote Arbeiten gewohnt, doch wie funktioniert das Einarbeiten neuer Mitarbeiter aus dem Homeoffice? Kann das klappen?

Remote statt Reisen

Anstatt nun also meine Koffer zu packen, bereite ich am Morgen meinen “Schreibtisch” (welcher eigentlich mein Esstisch ist, den ich nun zur Hälfte zum Arbeitsplatz umfunktioniert habe) für die nächsten zwei Tage vor: Die Unterlagen, die ich im Vorfeld per Post erhalten habe, Laptop und Kopfhörer, eine Flasche Wasser, Snacks (übrigens auch Teil des besagten Postpäckchens), Stift und Zettel (ganz schön old-school, aber man weiß ja nie was einen erwartet).

hangout

Mit einem Kaffee in der Hand logge ich mich in den Video-Chat ein, wo mich schon meine Kollegen aus allen unserer Standorte begrüßen. Jeder scheint die Remote-Anleitungen vorher gelesen zu haben, denn alle sind pünktlich, haben die Kameras an und schalten die Mikros aus, wenn sie gerade nicht sprechen. Sehr vorbildlich! Aber nur so funktioniert es. Ich bin froh über den zusätzlichen Hangout-Chat, in dem wir parallel Infos zum Zeitplan und den zu nächsten Slots erhalten, Fragen stellen können oder Links zu notwendigen Tools finden. Das wäre mündlich im Video-Call viel zu chaotisch gewesen!

Wo ist der Unmute-Button?

In der Vorstellungsrunde erfahre ich gleich ungeahnte Ding über meine Kollegen: Sie sind Adrenalin-Junkies, Ex-Leistungssportler, talentierte Musiker, unermüdliche Einkaufshelfer, soon-to-be-married oder soon-to-be-Katzenmama. Super, jetzt habe ich von jedem gleich ein besseres Bild, auch wenn ich sie nicht persönlich treffen kann.

Dann steigen wir in die unterschiedlichen Slots ein, die von unserem CEO und Geschäftsführern persönlich gehalten werden – und ich merke gleich: Alle Speaker haben sich sehr viele Gedanken darüber gemacht, wie sie trotz remote Situation ein tolles Onboarding schaffen können. Statt einfach nur ihren Geschäftsbereich zu präsentieren, hat jeder Slot auch mindestens ein interaktives Element – so kommen wir trotz virtuellem Meeting in einen guten Austausch und Dialog. 

hangout together

Wir lösen etwa ein Fallbeispiel zur Kundengewinnung, erleben eine World-Café-Remote-Version zu ethischen Namics-Prinzipien oder diskutieren in kleinen Gruppen verschiedene Aspekte der Unternehmenskultur. Diese Breakout-Sessions finden jeweils in kleinerer Runde in einem separaten Video-Call statt.

Anschließend treffen wir uns alle wieder im großen “Raum” und tragen die Ergebnisse zusammen. Das ist mal was ganz anderes und ermöglicht das tiefere Eintauchen in die Themen. Gefühlt sind wir jetzt danach alle Finanzexperten, Business-Strategen, exzellente Kundenberater, Marketing-Gurus und Visionäre. Aber vor allem natürlich eines: Namics-Experten!

Könnt ihr meinen Bildschirm sehen?

break-out session

Mein absolutes Highlight des Onboarding-Events war die Abendveranstaltung: Die Sherlock-Challenge. Die meisten werden es kennen: ein Team, viele knifflige Rätsel und eine Stunde Zeit. Ich bin zwar schon erfolgreich aus vielen Escape-Rooms entkommen – doch remote war es das erste Mal. Virtuell bringt das Ganze nochmal eine ganz besondere Challenge mit sich:

Jedes Teammitglied bekommt zum Teil unterschiedliche Hinweise auf den Bildschirm. Um die Hinweise zusammenzuführen und die Rätsel zu lösen muss man sich also (unter Zeitdruck) viel untereinander austauschen, um den anderen zu erklären, was man vor sich hat. Da greift man schon mal zu ungewöhnlichen Hilfsmitteln wie etwa einer Erklärungszeichnungen per Photoshop. Aber ich kann nur sagen: Yes, we did it! Wir haben zwar am Ende etwas länger als 60 Minuten gebraucht, konnten dafür aber jedes Rätsel ohne extra Hinweise lösen. Und es hat einfach sehr viel Spaß gemacht!

Mein Fazit

Auch von Zuhause aus waren diese zwei Tage sehr anstrengend: Man starrt die ganze Zeit auf den Bildschirm und muss konzentriert zuhören. Besonders Diskussionen empfand ich als schwieriger, weil man sehr darauf achten muss, wer wann spricht, damit sich der Ton nicht überlappt. Das bedeutet auch, dass man für interaktive Slots sehr viel mehr Zeit einplanen muss als bei physischen Meetings. Die Pausen zwischen den Themenblöcken waren sehr wichtig, um zwischendurch aufzustehen, kurz aufzulockern und die Sinne zu entspannen.  

Aber es war definitiv ein Erlebnis. Ich habe echt viel dazu gelernt und hatte viel Spaß. Ich habe neues Wissen erhalten, verschiedene Collaboration-Tools kennengelernt, neue Leute “getroffen” und einfach mal wieder viele Kollegen auf einen Haufen gesehen. Es war super, alle Infos quasi aus erster Hand – also direkt von der Geschäftsleitung – zu erhalten. Denn das eröffnet nochmal einen ganz anderen Horizont. Ich hatte zwei wirklich spannende, informative, intensive und schöne Tage. Und die Zeit verging wie im Flug.

Für mich ist klar: Das virtuelle Onboarding ersetzt nicht den persönlichen Kontakt vor Ort. Ein individueller Austausch im Online-Meeting ist leider schwierig und das Networking kommt hier einfach zu kurz. Aber ich habe mein “Ticket” nach St. Gallen quasi schon in der Hand. Denn das persönliche Treffen holen wir garantiert so schnell wie nur möglich nach!

 

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