Wirkungsvoll prÀsentieren und geschickt verhandeln.

So sieht das PrÀsentationstraining mit Kathrin Fox von Co Vadis bei Namics aus.

Executive Coach von Co-Vadis Kathrin Fox bei Namics
Trainerin Kathrin Fox, Quelle: Co-Vadis

Kathrin Fox ist Executive Coach bei Co-Vadis und unterstĂŒtzt Namics als externe Trainerin bei Workshops. Sie bietet tiefenwirksame Persönlichkeitsentwicklung fĂŒr erfahrene und junge FĂŒhrungskrĂ€fte, aktiviert brachliegende Potenziale und unterstĂŒtzt dabei, Konflikte und Krisen in neue Entwicklungsimpulse und Chancen umzuwandeln.

Im Interview beschreibt sie, was in den einzelnen Workshops passiert und welche Tipps sie auf den Weg geben kann.

Du hĂ€lst bei uns die beiden Trainings „Wirkungsvoll prĂ€sentieren“ und „schwierige GesprĂ€chspartner“. Welche typischen Situationen bearbeitest du in den Trainings?

Das Training “Wirkungsvoll prĂ€sentieren” bereitet die Teilnehmer auf jegliche Formen von PrĂ€sentation vor – das können sowohl VortrĂ€ge vor Fachpublikum, als auch ErgebnisprĂ€sentationen als Team beim Kunden sein. Außerdem gehen wir auch auf das Thema “Pitch” ein. Die Teilnehmer lernen im Training darĂŒber hinaus auch, Ihren Körper als Instrument einzusetzen und wie sie Lampenfieber und Ängste abbauen können. Das kann auch in anderen Situationen von Nutzen sein.

Bei dem Training “Umgang mit “schwierigen” GesprĂ€chspartnern” untersuchen wir gemeinsam die Dynamiken, welche Interaktionen mit Kunden und Kollegen ĂŒberhaupt “schwierig” machen. Die Teilnehmer bringen selbst typische Situationen aus dem Arbeitsalltag ein, die dann in Simulationen geĂŒbt und neu erlebt werden können. So werden die Tools und Einsichten aus dem Training direkt praxisnah umgesetzt und angewendet.

Wie kann man im PrÀsentieren besser werden?

ZunĂ€chst ist es einmal wichtig, zu verstehen, dass die Wirkung einer PrĂ€sentation nicht von den perfekten Slides, dem spritzigen Inhalt oder von der durchgestylten Körpersprache abhĂ€ngt, sondern vielmehr in unserem Inneren entsteht. Denn so wie wir innerlich ein- und aufgestellt sind, so wirken wir. PrĂ€senz setzt sich sowohl aus sichtbaren Komponenten (Stimme, Sprache, Aussehen, Körpersprache) als auch aus unsichtbaren Aspekten (Haltung, Emotion, Klarheit, Begeisterung, etc.) zusammen. Das Ziel ist daher grĂ¶ĂŸtmögliche AuthentizitĂ€t gepaart mit ProfessionalitĂ€t und SouverĂ€nitĂ€t. Mein Ziel ist es, dass jeder Teilnehmer seinen authentischen Ausdruck verbessert. Aus diesem Grund gebe ich sehr viel individuelles Feedback und vermeide ‘one-size-fits-it-all’ Lösungen und RatschlĂ€ge.

In diesem Sinne ist es nicht immer einfach, allgemeingĂŒltige Tipps zu geben. Allerdings gibt es etwas, das tatsĂ€chlich immer gilt – bei jeder PrĂ€sentation gibt es eine Chance fĂŒr einen zweiten ersten Eindruck, das ist der Moment, wenn wir die “BĂŒhne” betreten und unsere PrĂ€sentation beginnt. Diesen Moment dĂŒrfen wir nicht verschenken, mit gedankenlosen SĂ€tzen, hektischen Hin- und Hergelaufe, oder noch schlimmer – Entschuldigungen und langatmigen BegrĂŒĂŸungen. Zu Beginn einer PrĂ€sentation ist die Aufmerksamkeit des Publikums bzw. des Kunden am höchsten – hier gilt es zu punkten. Mit einem klaren Beginn – der darf kreativ sein, ĂŒberraschen oder sogar ein wenig irritieren. Das ĂŒben wir auch im Training. Und dann gibt es da noch den Moment, wenn die PrĂ€sentation zu Ende ist. Auch hier gilt, der letzte Eindruck bleibt – wie bewusst wird hier noch einmal ein klarer Call-to-Action gesetzt? Wie gehe ich von der BĂŒhne ab? Das sind Kleinigkeiten, aber sie machen einen großen Unterschied, wenn sie beachtet werden.

Wie kann man Konflikte mit GesprÀchspartnern vorbeugen?

Auch hier lege ich Wert darauf, erst einmal zu untersuchen, warum es denn ĂŒberhaupt zu Konflikten und Irritationen im Miteinander kommt. Da spielt sowohl unsere individuelle Wahrnehmung eine Rolle, als auch das Thema Rang. Auch wie unser Hirn arbeitet, ist in diesem Zusammenhang interessant – denn wie Vera Birkenbihl so schön gesagt hat: „Das Hirn denkt, das Reptil lenkt!“ Was es damit auf sich hat, ist Teil des Trainings. Und dann gibt es da natĂŒrlich die vielen verschiedenen Kommunikationsebenen, auf denen wir uns begegnen oder eben auch nicht. Denn wie wir alle auch aus dem Privatleben wissen, geht es meistens nicht um das, worĂŒber gerade gestritten wird. Wir glauben oft, dass im Business Kontext Emotionen und Befindlichkeiten nichts verloren haben und wir versuchen daher, einem wĂŒtenden Kunden mit sachlichen Lösungen fĂŒr das „Problem“ zu begegnen. An sich ja eine sinnvolle Idee – allerdings funktioniert das leider nicht, wenn dieser sich nicht vorher emotional abgeholt fĂŒhlt. Denn wir alle sind am Ende nur Menschen und wollen gehört werden. Und ein wĂŒtender Mensch ist gerade nicht in der Verfassung, eine sachliche Diskussion zu fĂŒhren. Was in diesem Moment daher helfen kann, ist, dem GegenĂŒber seine Emotion erst einmal zu spiegeln, indem man sagt: „Oh ich merke, Sie sind gerade richtig sauer.“ Und erst dann, nach einer Pause, weiter zu gehen, z.B. mit einer Frage: „Womit genau sind Sie denn gerade so unzufrieden?“ Die Konkretisierungsfrage „was genau“ ruft den Neocortex (unser Denkhirn) wieder auf den Plan und ermöglicht im Anschluss eine zielfĂŒhrendere Diskussion. Das ist nur ein kleines Beispiel. Wenn es um das Thema Kommunikation und Beziehung geht, ist immer auch wichtig, zu allererst einmal an sich selbst zu arbeiten – die eigene Wahrnehmung zu hinterfragen, den eigenen Trigger-Punkten auf die Schliche zu kommen und die FĂ€higkeit zu entwickeln, auf unterschiedlichen Ebenen (damit meine ich ĂŒber den Inhalt hinaus) zuzuhören und zu kommunizieren.

Vielen Dank fĂŒr das spannende Interview Kathrin Fox.

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