Molekulare Rezepte fĂĽr einen gelungenen Team-Event.

Namics ist im Rahmen eines Team-Events in die „Hexenküche“ eingetaucht.

Im Rahmen eines Team-Events hatten wir die Möglichkeit unter der Leitung von Bruno Fanetti in die „Hexenküche“ (auch Molekularküche genannt) einzutauchen. Der Abend war ein voller Erfolg: Interessant, lustig und geschmeckt hat es auch. Der Hexenküche entsprechend, versucht der folgende Bericht den Abend in Märchenform zu erzählen. Viel Spass! 

Es war am Abend des ersten Tags des Monats Juni, als der Meister-Hexer ein paar furchtlose Umsetzbarler (Name des Teams) in seine dunkelsten Geheimnisse der Hexenküche einweihte. Um ihnen gleich von Beginn an klar zu machen, womit sie es zu tun hatten, beraubte er sie zunächst einmal ihrer Sinne. Naturjoghurt schmeckte daraufhin nach Erdbeer/Ananas, Limetten waren süss und Bier wurde wie durch Zauberhand zu einem (nicht ganz so schmackhaften) Panache (Menupunkt: Miracle Frooties mit Frucht-Joghurt und Limette). Ehrfürchtig lauschten die Hexenlehrlinge ihrem Meister, als er ihnen die Entstehungsgeschichte seiner Rezepte offenbarte. 

Und Ziiischhhh – schon war die Küche voller Nebel. Wären die Schüler nicht brav auf ihren Stühlen gesessen, hätten sie wohl gleich auch noch ihren Orientierungssinn verloren. So aber waren sie in grosser kindlicher Freude über den warmen, feuchten Dampf, der aus dem blubbernden Topf drang. Doch es sollte nicht beim Topf bleiben! Schon bald dampfte es aus Nase und Mund der Schüler selbst, sodass man hätte Angst bekommen können, sie seien in Drachen verwandelt worden (Popcorn Dragon). 

Teilnehmer sitzen im Rauch in der KĂĽche

Um die Schüler wieder zu besänftigen, reichte der Meister ihnen zweifarbig gefüllte Reagenzgläser, aus denen neugierig getrunken wurde (Shot aus dem Reagenzglas, Blue Caracao und Saft). Schon waren alle wieder konzentriert bei der Sache und folgten dem Hexer in seine Küche, wo sie ihr erstes eigenes Werk vollbringen durften: schwarze Trink-Kugeln (Shot mit Red Bull und schwarzem Vodka). Doch schon bei dieser ersten Aufgabe konnte nicht jeder Schüler gleiches Talent aufweisen und so entstanden statt Kugeln manchmal auch gedärmartige Würmer.. 

Nach einem weiteren kleinen Hexentrank (Apéro) ging es an die Zubereitung des ersten Gangs. Fleischbrocken wurden vom erfahrensten Lehrling meisterhaft in exakte Kreise gelegt. Eine kleine Gruppe anderer Schüler bereitete indes grünes Tartar und weisse Sauce dazu vor, während im Hexenkessel Karottensaft zu orangen Erbsen verwandelt wurde. Im magischen Ofen wurde dazu noch Käse mit allerlei Symbolen versehen und zu Käse-Cracker-Stäbchen verarbeitet (Bresaola-Carpaccio, Ruccola-Tartar und Rüebli-Kaviarperlen).

Vorspeise aus der MolekularkĂĽche

Die Zubereitung ging Hand in Hand und der Meister war stolz auf die perfekte Teamarbeit seiner Hexenlehrlinge. Sie hatten sich ihr erstes Mahl verdient. Während sie genüsslich assen (und glücklicherweise ihre Geschmackssinne bis dahin wieder zurückgekehrt sind), warf der Meister schon das luftlose Fleisch ins wohl temperierte Wasser und schob die Beilagen dazu in den Ofen. Mit dem interessanten Teil wartete er, bis seine Schüler wieder um ihn herumstanden. Jetzt nämlich schlug er Speck-Sud zu Schaum! Das reichte seinen Schülern aber nicht – nein, auch Wasser und Energietrunk wollte aufgeschäumt werden – und so geschah es. Auf das butterzarte Fleisch kam dann aber doch nur der schmackhafte Speckschaum – es war ein gelungener Festschmaus! (Sous vide – Pouletbrüstli (im Vacuum gegart) mit Speckschaum, Bratkartoffeln aus dem Ofen).

Teilnehmer stehen um einen dampfenden Kochtopf

Doch natürlich durfte ein süsser Abschluss nicht fehlen. Hierzu baute der Hexenmeister eine ganze Dessert-Werkstatt auf. Es wurden Bananen geschockt, mit heisser Schokolade übergossen und erneut geschockt, sodass dem ein oder anderen beim Essen auch die Zähne geschockt wurden..(Schoggi-Bananen) und das selbe Spiel mit Erdbeer-Sahne-Flöckchen, die mal zart, mal eiskalt-hart zum Verzehr weitergereicht wurden (Joghurt-Espumas Wolke im Stickstoff fritiert). In zwei weiteren Hexenschüsseln wurde Milcherzeugnis mit Zuckersirup zu aromatischem Eis verrührt (Fresh Ice mit Stickstoff hergestellt). Die Schüler stopften sich die Mäuler voll mit den süss-kalten Speisen. 

Als sie genug hatten, wurde auf den gelungenen Abend noch mit etwas gut Vergorenem angestossen. Ein mitreissender Hexenbeat betäubte die Ohren (The Pina Colada Song). Und nachdem die Schüler ihren Meister noch ein Stück seines Heimweges begleiteten, gönnten sie sich einen weiteren Trunk in der warmen Sommernacht und schmiedeten Pläne für den nächsten Anlass, an dem ja wieder meisterhafte Teamarbeit gefragt sein wird (Ananas-Cup, Fussball-Plauschturnier). Zum Glück wissen die Umsetzbarler nun ja schon mal, wie sie die Sinne ihrer Gegner täuschen können..

Mit grossem Dank an Bruno Fanetti!