Binary Headbang: Namics hĂ€lt VortrĂ€ge fĂŒr Connect-Messe.

Ein Teilnehmer der Connect Messe erzĂ€hlt ĂŒber seinen Eindruck von Namics, der Veranstaltung und den FachvortrĂ€ge. Lesen Sie hier mehr ĂŒber Binary Headbang.

Binary Headbang Fachvortrage Apero von Namics
Quelle: Namics

„Namics – ein Unternehmen welches in einem Atemzug mit Google und Microsoft genannt wird, dessen Mitarbeiter sicherlich alle AbschlĂŒsse an UniversitĂ€ten der Ivy League und gleichzeitig ein Start-Up gegrĂŒndet haben, die Ozeane vom MĂŒll befreit, den ersten Quantencomputer gebaut haben und trotzdem nebenher erstaunlich locker sind.“

Sollte man so etwas schreiben, wenn man als eventuell zukĂŒnftiger Arbeitnehmer einen möglichst guten Eindruck hinterlassen will? Wahrscheinlich eher weniger, denn einerseits klingt das schlimmer als eine Mischung aus klassischer Schleimspur und Mario Karts Bananen, auf welchen man aufgrund ĂŒbertriebenen Lobs droht auszurutschen und andererseits bin ich mir auch nicht sicher, ob alle oben genannten Aussagen der Wahrheit entsprechen.

Sollte man so etwas schreiben, wenn man dafĂŒr einen Regenschirm mit Automatik-Auf-Zu-Funktion, ein PĂ€ckchen feinster Schokolade und ein Notizbuch (so richtig Oldschool aus Papier) bekommt? Wohl auch nicht.

Deshalb geht’s zurĂŒck auf Los, ohne 4000€ einzuziehen, aber auch ohne sich ins GefĂ€ngnis begeben zu mĂŒssen. Genauer auf die Connect-Messe der HTWG Konstanz. Eine Messe fĂŒr angehende Praxissemestler oder auch fĂŒr Absolventen der Hochschule, an welcher Firmen ihre personelle Zukunft zu sichten versuchen.

Ich, mĂ€nnlich, 24, (so gut wie fertiger) Wirtschafsingenieur mit Fachrichtung Maschinenbau habe mich mehr zufĂ€llig als gezielt („oh shit heute ist ja Connect-Messe“ – bequemer Pulli und Sporthose) auch auf dieser Messe umgeschaut. Neben den klassischen Unternehmen ist mir zum ersten Mal Namics aufgefallen („Die waren aber auch schon die Jahre davor da“ -> True, trotzdem zum ersten Mal gesehen). Damit lĂ€sst sich wohl auch die Aussage vom Anfang (erster Satz), als LĂŒge enttarnen. Trotzdem hatte man es geschafft mich irgendwie (vielleicht Sympathie und ein cooler Flyer) dazu zubringen mich zum „Binary Headbang“ in St. Gallen anzumelden.

Binary Headbang Vortrag bei Namics
Quelle: Namics

Entgegen aller Empfehlungen und Informationen, die wir zuvor via Mail erhalten haben (gemĂŒtliches Outfit und am besten per ÖV anreisen), sind ein Hochschulbuddy und ich mit ordentlichem Outfit (Hemd, gute Hose und was man sonst anzieht, um einen guten Eindruck zu hinterlassen) mit dem Auto ab nach St. Gallen.

Resultat an einem Sommertag: Wird ganz schön warm und die Parkplatzsuche in St. Gallen ist genau so spaßig wie in Konstanz. Doch zumindest Ersterem wurde entgegengewirkt, sobald wir aus dem Aufzug in den beinahe schon komplett wohnzimmerreifen Aufenthalts-/Pausenbereich von Namics kamen. Viola (ja es wird geduzt) drĂŒckte uns neben Namensschildchen auch gleich ein kaltes GetrĂ€nk der Wahl in die Hand und wir mischten uns unter die Menge (ok es waren vielleicht ca. 20 Leute). Bevor es dann aber mit Teil 1 des dreiteiligen Programms losging, gab es Small-Talk-Session No. 1: Und Überraschung selbst als Maschinenbauer konnte ich locker gemeinsame GesprĂ€chsthemen finden (wieso das ging, schreibe ich in einem spĂ€teren Absatz).

Zuerst nun die kurze Ablaufbeschreibung des Tages/Abends und anschließend der wohl wichtigere persönliche Eindruck:

Es ging los mit einer kurzen Vorstellung des Unternehmens, sowohl der Geschichte, als auch des Aufbaus und der Philosophie. Weiter ging‘s mit einem Eindruck des Arbeitslebens aus Sicht von Christoph, der relativ frisch im Unternehmen ist und somit auch eventuellen kritischen Fragen bezĂŒglich des Einstiegs seitens der jungen GĂ€ste bewusst war. Darauf folgten in zwei mal 45 min VortrĂ€ge zu Projekten und Themengebieten (Frontend/Mobile & Java/.net). Abgeschlossen wurde das Ganze mit einem gemĂŒtlichen Come-Together (oder wie man in der Schweiz sagt: ApĂ©ro).

Die Vorstellung geht in die nÀchste Phase
Quelle: Namics

Was hierbei detailliert prĂ€sentiert wurde gleicht ziemlich dem, was in BlogbeitrĂ€gen voriger „Binary-Headbangs“ berichtet wurde, weshalb ich hierauf nicht weiter eingehe (sondern mehr den Eindruck schildere, den ich bekommen habe).

Namics ist trotz beachtlicher GrĂ¶ĂŸe ĂŒber die sechs Standorte erstaunlich Start-Up-typisch geblieben. Abgesehen von den offen gestalteten ArbeitsplĂ€tzen, welche ein bisschen das GefĂŒhl der IT-Garage von Gates & Co vermitteln, lĂ€sst sich auch bei den Mitarbeitern der offene Gedanke fĂŒr die besten Entwicklungswege und Möglichkeiten in einer sich extrem schnell verĂ€ndernden IT-Welt spĂŒren. Sicherlich könnte ein solches Event viel Schauspiel sein, um neue motivierte Absolventen zu gewinnen und die reale Arbeitssituation komplett anders aussehen. Doch wĂ€re die AtmosphĂ€re kaum sonst so locker, dass man sich gegenseitig auch mal Pixelschubser, VielschwĂ€tzer und Nerd nennt ohne gleich eingeschnappt zu sein.

Auch die interne Vielfalt trĂ€gt da sicherlich dazu bei, dass die FachvortrĂ€ge selbst fĂŒr einen nicht ganz Fachintegrierten wie mich verstĂ€ndlich waren und DenkanstĂ¶ĂŸe und Einblicke in neue Themengebiete gaben. Ich bin, wie zuvor bereits genannt, beinahe fertiger Wirtschaftsingenieur mit Fachrichtung Maschinenbau und habe damit vom Studium aus absolut nichts mit IT zu tun (außer ein paar wenige Laborversuche in welchen Matlab das höchste der ProgrammiergefĂŒhle war). Trotzdem habe ich ĂŒber die Zeit in diversen Projekten (wĂ€hrend der Jugend und dann spĂ€ter auch neben dem Studium) Erfahrungen im Bereich der Webentwicklung und rudimentĂ€r VB(.net) und Java gesammelt (leider musste einiges des Gelernten Studieninhalten und Lebensweisheiten weichen). Damit ergab sich fĂŒr mich eine Sichtweise auf beide Bereiche und mögliche Schnittstellen.

Und was hat das mit dem Binary Headbang zu tun? Auch im Maschinenbau und im wirtschaftlichen Bereich wird man zukĂŒnftig nicht um IT-Lösungen kommen, weshalb eine frĂŒhzeitige Implementierung sinnvoll ist. Ob man das allerdings am besten in einem Maschinenbauunternehmen direkt macht oder doch lieber ĂŒber Unternehmen wie Namics konnte ich mir nicht direkt beantworten. Daher waren fĂŒr mich die GesprĂ€che vor und nach den VortrĂ€gen umso wertvoller. Ich konnte meine möglichen „Einsatzgebiete“ herausfinden und durfte feststellen, dass auch Halbnerds, wie ich einer bin, gar nicht so unbrauchbar sind. Ich habe versucht möglich wenige dumme Fragen zu stellen (ich bin mir ziemlich sicher, dass es dumme Fragen gibt, auch wenn in der Schule noch anderes behauptet wird), und habe stets gute und brauchbare Antworten bekommen. Diskussionen wurden nicht plattgetreten, sondern weitergetragen und auch das ein oder andere Off-Topic-GesprĂ€ch war dabei.

Das Event konnte im Anschluss mit einer kleinen Feier abschliessen
Quelle: Namics

Long story short:

  • Interessante FachvortrĂ€ge, die die Theorie auch mal in guter Anwendung zeigen
  • Entspannte Leute, die mindestens den Eindruck hinterlassen haben Spaß an ihrer Arbeit zu haben (ich bin mir relativ sicher, dass sie den auch haben)
  • Allgemein guten Einblick in den Unternehmens- und Arbeitsalltag
  • Ich kam mir als Fachhalbfremder gar nicht so fremd vor 😊
  • Dieser Automatikschirm ist soooo fancy 😃

NatĂŒrlich lĂ€sst sich aus einem Tag (Abend) selten das absolute Bild (mit hundertprozentigem Wahrheitsgehalt) darstellen. Jedoch ist dies keinem Unternehmen möglich und Namics hat einen durchwegs positiven Eindruck auf mich hinterlassen, womit die Latte schon einmal hoch gesetzt ist. Und auch wenn ich zuerst einmal meine Bachelorarbeit fertig schreibe und dann eventuell den Master noch dranhĂ€nge, ist es fĂŒr mich ein Unternehmen, welches ich mindestens im Hinterkopf behalte.

Bleibt nur noch eine Frage offen: Wie sieht ein Binary Headbang aus? Meine Vermutung: Ein Wackelbild eines Headbangers welches nur zwei HeadbangzustĂ€nde kennt; Haare ganz vorne und Haare ganz hinten.😉